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Top-THEMA

World Overshoot Day am 10. Mai

  

Wie wir mit Ressourceneffizienz und -schonung der Erde etwas Pause gönnen können


Am 10. Mai 2026 hat Deutschland rechnerisch seine nachhaltig verfügbaren Ressourcen für das gesamte Jahr verbraucht. Dies hat das Global Footprint Network ausgerechnet. Würde die gesamte Weltbevölkerung so leben wie wir, wären fast drei Erden notwendig. Mit Methoden der Ressourceneffizienz und -schonung können wir diesen Tag weiter nach hintern verschieben. Das ist gut für das Klima, die Umwelt, aber auch für die Rohstoffsicherheit und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.


Ein wichtiger Ansatzpunkt sind dabei Unternehmen und die Produkte und Dienstleistungen, die sie herstellen und anbieten. Hier können viele Maßnahmen dabei unterstützen, den Ressourceneinsatz zu vermindern oder effizienter zu gestalten. Effizientere Maschinen und ein Produktionsprozess, der weniger Ausschuss produziert, sind Beispiele dafür. Einen noch größeren Beitrag können Unternehmen leisten, wenn sie sich dem Gedanken der Kreislaufwirtschaft verpflichten, wie dies auch im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankert ist.

Im klassischen linearen Lebensweg eines Produktes kommt nach der Produktion und der Nutzung nur noch der Lebenswegabschnitt der Entsorgung, womit die eingesetzten Ressourcen ein für alle Mal verloren gehen. In der Kreislaufwirtschaft sollen Ressourcen dagegen möglichst lang verwendet werden. Schon in der Planungs- und Designphase werden die Weichen für eine ressourcenschonende Produktion, Nutzung und Wiederverwendung gelegt werden. Produkte sollen möglichst lange halten und einfach repariert oder aufgearbeitet werden. Am Ende des Lebensweges können die Produkte möglichst vollständig als Ausgangspunkt für neue Produkte genutzt werden. Ressourcen gehen nicht länger verloren, sondern werden im Kreis geführt.


Handreichungen für Unternehmen, die sich auf den Weg zu mehr Ressourceneffizienz und -schonung machen wollen, hat der VDI mit der Richtlinienreihe VDI 48XX geschaffen. Methodische Grundlagen, Prinzipien und methodische Festlegungen zur Bewertung von Ressourceneffizienz und -schonung über den gesamten Lebensweg von Produkten und Prozessen unter Berücksichtigung von Umweltwirkungen sind das Fundament des Regelwerks. Aufbauend darauf gehen weitere, anwendungsbezogene Standards der Richtlinienreihe auf wichtige Lebenswegabschnitte eines Produkts ein, identifizieren Potenziale und stellen praktische Maßnahmen vor, wie Ressourceneffizienz und -schonung in Unternehmen verankert und erzielt werden kann. Die ehrenamtlichen Expertinnen und Experten aus Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft aktualisieren und erweitern die Richtlinienreihe kontinuierlich.


Produktentwicklung als Schlüssel zur Ressourceneffizienz

Ein aktuelles Projekt ist die Erstellung der VDI 4821, die sich mit dem wichtigen Lebenswegabschnitt der Produktentwicklung beschäftigen wird. Im Produktentwicklungsprozess werden Funktion, Wirkprinzip, Gestalt und Werkstoff eines Produkts festgelegt. Es werden Entscheidungen über technische, wirtschaftliche und ökologische Produkteigenschaften und damit über Fertigungsverfahren, Recyclingprozesse u. Ä. getroffen. Dabei werden etwa 85 % der Herstellkosten und des Ressourceneinsatzes festgelegt.


Neben den Standardisierungsaktivitäten bietet der VDI seit über 16 Jahre mit seinem Kompetenzzentrum für zirkuläre Wirtschaft und Ressourceneffizienz (VDI ZRE) Know-how für kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-Ups. Weil die Grundlage für ressourcenschonendes Handeln Wissen ist, bietet das VDI ZRE Schulungen, eine online Lernplattform und viele frei zugängliche Informationen auf seiner Homepage an. Aber auch bei der Umsetzung unterstützt das VDI ZRE mit Informationen zu Fördermöglichkeiten und Werkzeugen, wie Entscheidungshilfen, Checklisten, Berechnungstool. Unter Mitwirkung des VDI ZRE gibt es verschiedene Netzwerkangebote, in denen Vertreter und Vertreterinnen aus Unternehmen, Verwaltung, Politik und Verbände an einzelnen Aspekten der Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz austauschen. Denn Ressourcenschonung und -effizienz braucht Teamplayer. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass der Earth Overshoot Day im nächsten Jahr ein paar Tage später kommt.

Autorin: Gudrun Huneke



(Quelle: VDI- Verein Deutscher Ingenieure e.V.   05/2026)

Einladung der in∙la∙co² am Wettbewerb TOP Consultant

Gleich im Januar 2026 wurde die compamedia auf die in∙la∙co² Unternehmensberatung aufmerksam und wurde zur Teilnahme am Beraterwettbewerb TOP CONSULTANT eingeladen. Für uns ist diese Einladung schon eine Auszeichnung.

Top-THEMA

PFAS in der Diskussion

Als abgekürzt PFAS werden tausende Per- und Polyfluoralkyle benannt. Sie finden überall dort Anwendung, wo ihre schmutz-, fett- und wasserabweisenden Antihaft-Eigenschaften genutzt werden: Unter anderem in Heim-, Camping-, Outdoor- und Bekleidungstextilien, Küchengeräten, Nahrungsmittelverpackungen, Sport- und Haushaltsartikeln – und die Liste könnte endlos fortgeführt werden.

Da sie nicht biologisch abbaubar sind, werden sie auch als „Ewigkeits-Chemikalien“ bezeichnet. Somit verbleiben Sie in der Umwelt und reichern sich in darin lebenden Organismen über Nahrung, Trinkwasser und Staub an, sofern sie nicht unmittelbar wieder ausgeschieden werden. 

PFAS stehen im Verdacht die Leber und das Hormon- und Immunsystem zu schädigen und den Stoffwechsel zu stören. Und schlimmer noch: Die Fruchtbarkeit zu verschlechtern und Krebs zu erregen. Ob Produkte PFAS enthalten ist nur schwer zu erkennen, da es (noch) keine Kennzeichnungspflicht gibt. 


Auf EU-Ebene wird seit 2023 ein Verbot von PFAS diskutiert. Als Vorreiter hat die französische Nationalversammlung in Paris am 4. April 2024 ein Gesetz verabschiedet, das vom 1. Januar 2025 an die Produktion, den Import, den Export und den Verkauf von bestimmten Produkten, die Per- und Polyfluoralkylstoffe (PFAS) enthalten, einschränkt.  Ein Jahr später, von 2026 an, wird dann der Einsatz von PFAS in Kosmetika und den meisten Kleidungsstücken verboten. Bis 2030 soll dieses Verbot auf die gesamte Textilindustrie ausgeweitet werden.

Außerhalb der EU kündigte auch der US-Outdoor-Ausrüster REI Co-op an, bereits vom Herbst dieses Jahres an PFAS aus seinen Textilprodukten zu verbannen. 

[Quelle: Kunststoff-Web v. 8.04.2024] 


Warum betrifft dies auch Fluorpolymere und was bedeutet dies für uns Kunststoffverarbeiter?


Bei der Herstellung von PTFE können ebenfalls PFAS entstehen. Deshalb wird auch trotz Widerstand der betroffenen Industrie die Regulierung fluorierter Kunststoffpolymere in Erwägung gezogen, da sie über den gesamten Lebenszyklus von der Herstellung bis zu ihrer Entsorgung deutlich zur Umweltverschmutzung beitragen können. Verbote oder gesetzliche Beschränkungen der PFAS würden die Forschung nach umweltverträglicheren Alternativen beschleunigen.

Konzerne wie z. B. 3M kündigen an, die Produktion und den Einsatz von Fluorpolymeren, fluorierten Flüssigkeiten und allen PFAS-basierten Additiven bis Ende 2025 einzustellen. So sollen mögliche Klagen vermieden werden. [Kunststoff-Web v. 21.03.2024] 

  

Substitution von Fluorpolymeren – Gibt es Ersatz?


Eingesetzte Fluorpolymere können in ihrer Anwendung durch eine Auswahl geeigneter alternativer Kunststoffe und mit Hilfe von Additiven ersetzt werden, wenn zum Beispiel der genaue Einsatzort, die erforderliche chemische Beständigkeit, die Temperaturstabilität und die physikalischen Eigenschaften bekannt sind.

Wir helfen Ihnen gerne dabei Ihre eingesetzten Fluor-Kunststoffe mit alternativen Polymeren und entsprechenden Additiven zu substituieren, so dass der Anwendungszweck und die Funktion weitgehend erhalten bleibt.


tOP-THEMA

So machen Sie Ihr Unternehmen krisenfest

 

Natürlich bieten sich nicht für alle Betriebe solche Lösungen an. Generell hilft es jedoch, sich konsequent und vorausschauend mit den wechselnden Auswirkungen der Krise zu befassen. Nach den Erfahrungen vieler Unternehmen lohnt es sich, folgende Punkte frühzeitig im Blick zu haben:


Überprüfen Sie permanent Ihr Geschäftsmodell, Ihre Strategie, Ihr Produktangebot und Ihre Kunden- sowie Lieferantenstruktur. Neue Geschäftsideen, die Weiterentwicklung Ihrer Produkte, ein Mix aus Bestands- und Neukunden und die Laufzeit Ihrer Lieferverträge sind hier von Relevanz.


Schützen Sie sich vor Lieferengpässen oder Zahlungsausfällen. Checken Sie regelmäßig die Bonität Ihrer Vertragspartner entlang Ihrer Wertschöpfungskette. Fragen Sie bei Ihrer IHK nach so genannten Schuldnerlisten, in denen säumige oder von Insolvenz bedrohte Unternehmen von Amts wegen aufgeführt werden.


Implementieren Sie ein Frühwarnsystem für Ihren eigenen Betrieb. Sorgen Sie für eine klare Aufgabenteilung in Ihrem Unternehmen: Wer ist wofür verantwortlich, wer berichtet wie oft an wen? Um immer den Stand der Dinge zu kennen, brauchen Sie regelmäßig aktuelle Informationen über die Geschäftsentwicklungen.


Achten Sie auf Warnsignale: Zahlt ein bisher zuverlässiger Kunde seine Rechnungen auf den letzten Drücker? Insbesondere bei plötzlichen Veränderungen im Zahlungsverhalten ist Vorsicht geboten.


Auch bei Ihren Lieferanten sollten Sie auf Ungewöhnliches achten: Ändert Ihr Zulieferer ohne Ankündigung seine Zahlungsziele, liefert er verspätet oder nur in minderer Qualität?

Machen Sie sich rechtzeitig auf die Suche nach alternativen Zulieferbetrieben.


(Quelle: DIHK 04/2021)

TOP-THEMA

Kunststoffprodukte: Recycling hat höchste Priorität

 

Nach Ansicht des VDI muss die Wiederverwertung beim Design von Kunststoffprodukten von Anfang an mitgedacht werden – im Sinne der zirkulären Wertschöpfung. Auch die heute beginnende Internationalen Kunststoffmesse K 2019 in Düsseldorf steht im Zeichen der Kreislaufwirtschaft, in die das Thema Recycling eingebettet ist. 


Das A und O bei der Entwicklung neuer Kunststoffprodukte ist nach Ansicht des VDI eine recyclinggerechte Gestaltung. Bereits beim Design kunststoffhaltiger Produkte müssen die Entwickler und Hersteller berücksichtigen, dass diese nach ihrer Nutzung möglichst sortenrein zerlegbar sind, um sie effizient wiederzuverwerten. 


Wiederverwertung schon im Design mitdenken

Gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz müssen Produkte zur ordnungsgemäßen, schadlosen und hochwertigen Verwertung sowie zur umweltverträglichen Beseitigung geeignet sein. Um dies zu erreichen, sollten schon frühzeitig im Designprozess die folgenden Fragen geklärt werden:


•  Kann ein recyclingfähiger thermoplastischer Kunststoff eingesetzt werden? 

•  Können die verwendeten Kunststoffe für das geplante Produkt sortenrein eingesetzt  

    werden?


Optimales Recycling durch sortenreine Kunststoffe

Wenn Kunststoffprodukte aus sortenreinen Kunststoffen hergestellt werden, so können sie nach dem Ende des Produktlebenszyklus besser und effizienter recycelt werden. Verunreinigte Polymere sind hingegen in dieser Form nicht wirtschaftlich verwertbar. Für sie kommt als Alternative das chemische Recycling in Frage, also die Rückführung in die ursprünglichen Monomere.


Nach Meinung des VDI müssen die Kosten eines Produktlebenszyklus künftig auch im privaten Bereich bei Verbrauchern zum entscheidenden Kaufkriterium werden. Nur auf diese Weise kann ein sparsamer Umgang mit Ressourcen erreicht werden.


(Quelle: VDI 16.10.2019)

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